Voice Dialogue

 
 

Mir ist es ein persönlicher Wunsch, Voice Dialogue und seine Möglichkeiten auch in Deutschland bekannter zu machen. Lassen Sie mich Ihnen diesen wertvollen Ansatz zur Selbstreflexion, Persönlichkeitsentwicklung und Erweiterung Ihres Verhaltensspektrums sowie der Nutzung Ihrer persönlichen Ressourcen erläutern.

Vielleicht ist es auch etwas für Sie.


Herzlichst,

Andrea Naurath

 

Herzlich willkommen!


Voice Dialogue ist eine intensive Gesprächsmethode. Sie betrachtet den ganzen Menschen, sein Denken, Fühlen und Handeln.


Das Ansatz fußt auf einer wissenschaftlichen Basis, da die Entwickler Hal & Sidra Stone promovierte Psychologen sind. Ihr Wissen der klassischen Psychologie verknüpfen sie mit ihren praktischen Erfahrungen und sie integrieren stets neue Erkenntnisse in ihre Arbeit.

Es ist also ein Prozess, der sich nicht als „endliches“, statisches Konzept versteht.


Im Kommunikationsbereich kennen wir das Bild des inneren Teams (siehe auch Literatur von Friedemann Schulz von Thun „Miteinander reden“, etc.). Voice Dialogue geht an dieser Stelle weiter als ein Buch es vermag, denn es vermittelt die praktische und sinnliche Erfahrung mit einzelnen Mitgliedern des inneren Teams.


Voice Dialogue könnte man auch als seriöse „Shareware“ in Sachen Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung bezeichnen, denn sie wird nicht lizensiert. Dies ist ausdrücklicher Wunsch der Entwickler Hal & Sidra Stone. Diese Methode ist vielmehr ein Werkzeug, das sich in vielen Zusammenhängen anwenden lässt: beruflich, privat, im Coaching oder auch zu therapeutischen Zwecken (mehr Themen unter Voice Dialogue für wen).

Dennoch ist es wichtig, dass sich jeder Begleiter (Facilitator) nicht nur intensiv mit der Methode und ihren Möglichkeiten auseinandersetzt sondern besonders die eigene Weiterentwicklung mit der Methode betreibt. Es liegt auf der Hand, dass alle Begleiter in diesem Zusammenhang äußerste Sorgfalt auf Seriosität, Professionalität und ethische Konventionen legen müssen, damit eine qualitativ hochwertige Arbeit gewährleistet bleibt.


Voice Dialogue wird zu einem immer wertvolleren Instrument, je mehr praktische Erfahrung ein Facilitator hat und je profunder er aus seinem eigenen Prozess heraus arbeiten kann.

Vor allem aber macht Voice Dialogue Spaß. Es ist ein unerschöpflicher Quell an Bereicherung, Erkenntnisgewinn und es ist immer ein Abenteuer!


Widersprüchlichkeiten als Chance:

Wir haben im Leben verschiedene Rollen und häufig verlangen unterschiedliche Lebenssituationen dementsprechend andere Verhaltensweisen. Wir geraten dadurch nicht nur in Konflikte mit anderen Menschen sondern wir erleben auch innere Konflikte. Oft ist es schwer diese inneren Verwirrungen zu sortieren, weil sich unsere Gedanken und Gefühle so vermischen, dass es unmöglich erscheint, dieses „Für und Wider“ zu klären.

Unsere Widersprüchlichkeit ist ganz natürlich und normal. Sie findet ihren Ursprung in dem komplexen Sozialleben, das wir führen. Und trotzdem leiden wir gelegentlich darunter.

Wir schimpfen uns vielleicht „wankelmütig“ oder „entschlußunfreudig“, vielleicht als „zu determiniert“ oder „zu weich“.


Wir erleben diese Momente mit unangenehmen Empfindungen verknüpft, denn wir lieben den Zustand der Verwirrung nicht. Oft bemühen wir uns dieses Gefühl schnell loszuwerden und nutzen unser gewohntes Verhaltensmuster.

Wie wäre es nun, wenn wir die Möglichkeit hätten, anders als automatisch zu agieren oder zu reagieren? Wenn wir Entscheidungen so treffen könnten, dass verschiedene Aspekte unseres Seins mit einbezogen werden könnten - als da wären: Befürchtungen, Versagensängste, Sicherheitsbedürfnis, Risikobereitschaft, Rationalität, der 7. Sinn,  Abenteuergeist, etc.?

Nehmen wir an, dass diese einzelnen Empfindungen, Motive und Vorstellungen zu einer/m inneren Rolle/Aufgabe/Identität/Persönlichkeitsanteil - oder wie wir sagen Selbst (Engl. self) - gehören. Dieses Selbst hat eigene Wertvorstellungen, Handlungsempfehlungen und Haltungen in Bezug auf andere Menschen, aber auch zur eigenen Person.

In diesem Fall, wäre das Durcheinander leichter zu entwirren. Wir haben bildhafte Vergleiche, die uns an diese Idee heranführen:


Ich höre auf meine innere Stimme.
  
Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust!
  
In mir schrie alles: Mach das nicht!!
Ich hab da so ein Bauchgefühl...



Wer sind also diese Stimmen in uns?

„Sie sind unsere Gedanken und Gefühle“, werden einige antworten. Dann wären wir wieder bei unserem Dilemma: wie kontrollieren wir das Ziehen und Zerren in uns?

Bitte versuchen Sie sich folgendes vorzustellen: diese Gefühle, Gedanken und Strömungen lassen sich in uns als Teilpersönlichkeiten aufspüren. Um nur einige Beispiele zu nennen: Wir haben einen Kritiker in uns, der unser Verhalten kontrolliert und bewertet - vom Sitz der Frisur bis hin zu Verhaltensweisen und Regeln für den Alltag - meistens gibt es viel zu kommentieren, denn dem Kritiker fällt immer etwas ein. Und wenn nicht an uns, dann bestimmt am den Menschen, der gerade neben uns in der Nase bohrt. Wir haben auch eine Instanz in uns, die für unsere Werte und Regeln zuständig ist, für Leistung, Perfektion...  (mehr dazu unter Methode)

Diese Anteile in uns sind wie integre interne Einheiten, die eigene Ziele verfolgen.

Interessant dabei ist das ihnen allen gemeinsame Ziel: Schutz unserer Existenz.

Wie jeder Teil dieses Ziel verfolgt, ist recht unterschiedlich und manchmal schießt ein Teil über das Ziel hinaus. Wir sind dann vielleicht zu kritisch, zu strebsam, zu sehr mit einer Idee identifiziert. In der Arbeit mit Voice Dialogue sind wir bemüht diesen Prozeß transparent zu machen, genau herauszufinden, was die Motive der einzelnen Anteile sind und wie wir eine Balance in unserem Leben finden können. Diesen Prozeß nennen wir ein bewußtes Ich (Aware Ego) zu entwickeln. Das bedeutet, dass wir von einer Position der Mitte aus die unterschiedlichen und teilweise widerstrebenden inneren Stimmen betrachten können und aus einer Klarheit Entscheidungen treffen können welche Strategie, welches Verhalten oder welche Entscheidung hilfreicher erscheint (mehr darüber wie das geht, siehe Methode).


Und hier beginnt der knifflige Teil. Oft erlebe ich, wie Interessierte, die sich haben alles erklären lassen und sehr interessant fanden, doch eine Hemmschwelle empfanden, die erste Sitzung tatsächlich zu buchen. Meistens herrscht die Sorge vor manipuliert zu werden. Oder dass etwas mit einem geschieht, das man nicht will. Oder man „auf die Couch muss“ oder etwas Unangenehmes passiert. Ich möchte Ihnen diese Sorge nehmen.

Bevor ich weitere theoretische Ausführungen ausbreite (dazu können Sie auch die Bücher der Entwickler lesen), noch zwei kurze Anmerkungen, bevor ich Sie einlade sich auf meiner Website zu orientieren und die Methode vielleicht eines Tages selbst zu erfahren:


In der Philosophie von Voice Dialogue ist erst einmal alles interessant. Ich meine das genauso, wie ich es schreibe. Interessant ist neutral. Es wird nicht bewertet. Es wird akzeptiert und als natürlicher Bestandteil des Daseins gewertschätzt.

In unserer Gesellschaft hat man gesund zu sein und möglichst keine Probleme zu haben, man hat zu funktionieren. Zumindest sind diese Werte immer noch tief in unserem Denken verankert. Wer Probleme hat, sollte sie möglichst schnell in den Griff kriegen. Schnell, diskret und im Verborgenen, denn sonst kommt Sand ins Getriebe.


Glücklicherweise leistet in den letzten Jahren Coaching sehr gute Arbeit in Deutschland, sodass diese Form der Unterstützung zunehmend gesellschaftliche Akzeptanz findet. Wenn jemand seinen Coach zu Rate zieht und davon offiziell berichtet, ist das heute kein Zugeständnis von Unzulänglichkeit mehr, sondern im Gegenteil ein Zeichen, dass jemand bereit ist sich weiter zu entwickeln.


Voice Dialogue ist eine wunderbare Ergänzung und ich würde mich sehr freuen, wenn eines Tages Voice Dialogue in einem Atemzug mit Coaching genannt würde.

 

Aktuelle Veranstaltungen:


Judith Hendin:            Conscious Body & Voice Dialogue Level IV Workshop

                                     20. bis 22. April 2012, mehr & zur Anmeldung


Ana Barner:                Voice Dialogue Supervision

                                     August 2012, Details folgen